Samba Trommeln & Co.

kleine Samba-Instrumentenkunde

Caixa

 

Mit Caixa (port.: Fach, Kiste) werden in Brasilien alle kleinen Trommeln bezeichnet, die mit einen Snare-Teppich oder mit Saiten bespannt sind. Im Rio Samba verwendet man heutzutage ausschließlich mit Saiten bespannte Instrumente, um den Klang der hochgestimmten Tarol, Caixa de Guerra und Malacacheta fetter zu machen. Caixas mit  einem Teppich aus mehreren dünnen Spiraldrähten findet man im Samba-Reggae, im Maracatu und vielen anderen Stilen.

 

 

Die Malacacheta oder Caixa de guerra genannt ist eine Variante der Caixa

 

 

 

 

Repinique

Die Repinique (auch: Repique, eine ältere Schreibweise ist: Repenique) ist, ob wie in Rio mit einer Hand und einem Stick oder wie in den Blocos Afro von Bahia mit zwei elastischen Sticks gespielt, ein fester Bestandteil einer jeden Strassen-Samba-Formation. Mit den markanten Breaks und Calls gibt die Repinique die Signale für Wechsel und Schluss und strukturiert den musikalischen Ablauf.

Surdo

Die Surdo ist das Herz und der Puls einer jeden Batucada.
Ob groß oder klein, aus Metall oder Holz, Surdos sorgen für das Fundament bei Samba, Samba-Reggae, Frevo oder unzähligen anderen brasilianischen Musikstilen.

 

 

Tamborim

 

Brasiliens oft unterschätzte kleine Trommel.

Früher erzeugten die Musiker die Patterns auf dem Tamborim ausschließlich mit einem leichten Holzstick, oder in kleinen Ensembles gar nur mit den Fingern. Die hochgestimmten Instrumente, die heutzutage in Rio`s Sambaschulen mit Kunststoffpeitschen gespielt werden, erfordern eine gänzlich andere Technik und erzeugen ein von den alten Vorstellungen sehr abweichendes Klangbild.

 

Timba

 

Noch Ende der 80er Jahre war die Timbal (seltener auch: Timbal oder Timbau) ein kleines unscheinbares Begleitinstrument in den Samba-Runden. Dann hängten sich Carlinhos Brown und seine energiegeladenen Mitspieler die Timbal ähnlich einer Djembe vor den Körper und benutzten den Namen der Trommel auch gleich im Gruppennamen: „Timbalada“. Sie machten die Timbal weltberühmt.

Der Klang der Timbal erinnert mit seinem klaren prägnanten hohen Tönen und dem kräftigen Bass an die westafrikanische Djembe.

 

 

Agogô

Das Agogô ist der klassische Timekeeper in vielen verschiedenen Rhythmus Ensembles.
Ob im Samba oder beim Candomblé, das Agogô gibt die Grundstruktur und liefert einen klaren metallischen Gegenklang zu den verschiedenen Trommeln

 

 

 

Cowbell

 

Cowbell, auch Cencerro (span.) oder Campana, bezeichnet eine trapezförmig gestaltete Kuhglocke aus Kupfer- oder Messingblech von 10 bis 20 Zentimeter Länge und ohne Klöppel.

 

Dieses Perkussionsinstrument wird in der flachen Hand gehalten und mit einem dicken Holzstab angeschlagen. Mit ihm wird beispielsweise im Cha-Cha-Cha der Grundbeat geschlagen, auch in der Salsa findet sie immer wieder Verwendung. Sie wird häufig vom Bongocero gespielt. Die vollen Töne erzeugt man, indem auf das untere Ende der Glocke (an der Öffnung) mit dem Holzstab geschlagen wird, die Akzente und Obertöne erzeugt man mit dem Schlagen des oberen Bereiches der Glocke. Alternativ kann das Instrument auch am Schlagzeug oder Timbales befestigt werden. Das Instrument geht vermutlich auf ähnliche Instrumente aus Westafrika zurück.

 

 

Triangel

Ein Akkordeon, eine Zabumba, ein Agogo, Gesang und eine Triangel - mehr braucht man im Nordosten Brasiliens nicht, um mit Baiâo und Forró zum Tanz aufzuspielen. Die Triangel liefert dabei mit ihrem kontinuierlichen, meist im Offbeat akzentuierten Pattern die Basis für die synkopierten Muster der Trommel.

 

 

Rocar / Chocalho

Das Rocar ist in sämtlichen Sambaschulen an die Stelle der Ganza getreten. Sein lauter durchdringender Klang behauptet sich gut gegen die Vielzahl der anderen Instrumente und ist wichtig für den Swing in einer modernen Bateria.

 

Ganzá

Die "Schüttelrohre", "Shaker", in Brasilien Ganzá genannt, sind der Leim zwischen den verschiedenen Instrumenten eines Percussionensembles. Der feine, kontinuierliche Puls der Ganzá verbindet die unterschiedlichen Klänge von Tan-Tan, Rebolo, Repenique de Mâo und Tamborim bei spontanen Sessions am Strand, in der Bar und bei Konzerten auf der Bühne. Auch in kleinen Batucada-Gruppen und beim Samba-Reggae ist der feine, dichte, füllende Klangteppich der Ganzás unverzichtbar. In den großen, lauten Rio-Samba Gruppen wird der mächtigere, durchdringende Klang der Rocars oder Chocalhos bevorzugt.

 

 

 

 


© Kalango